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Geschichte & Zahlen

Von der römischen Siedlung Cardena über das Kollegiatstift bis zur Fusion von Treis und Karden 1969 – fast 2.000 Jahre Geschichte an einer Moselschleife.

Karden geht auf eine römische Siedlung namens Cardena zurück; bereits im 4. Jahrhundert gründete der hl. Castor hier die erste christliche Gemeinde an der unteren Mosel. Treis wird erstmals 762 urkundlich erwähnt. Über Jahrhunderte entwickelten sich beide Orte getrennt – Karden als geistliches Zentrum mit dem Kollegiatstift St. Castor, Treis als kurtrierische Stadt mit eigener Burg – bis sie 1969 zur gemeinsamen Ortsgemeinde Treis-Karden fusionierten.

Zeitleiste

4. Jh.
Der Priester Castor gründet in Karden die erste christliche Gemeinde an der unteren Mosel.
762
Erste urkundliche Erwähnung von Treis (als „trisgodris villa publica“ in einer Abschrift des Liber aureus von Prüm).
836
Die Gebeine des hl. Castor werden geteilt; ein Teil wird nach Koblenz überführt (Grundstein der dortigen Basilika St. Kastor).
1084
Erste urkundliche Erwähnung des Kollegiatstifts Karden – vermutlich schon seit dem 9. Jahrhundert in stiftischer Verfassung.
1120/21
Burg Treis wird im Streit um die Nachfolge des Pfalzgrafen Bertolf erobert und ein Jahr später von Kaiser Heinrich V. zurückerobert.
1183
Baubeginn der romanischen Stiftskirche St. Castor in Karden.
1294
Treis kommt unter kurtrierische Landesherrschaft (Amt Balduinseck).
1346
König Karl IV. verleiht Kurtrier das Recht, Treis zur Stadt zu erheben.
1460
Treis erhält das Marktrecht.
1802
Das Kollegiatstift Karden wird im Zuge der Säkularisation aufgelöst.
1815
Nach dem Wiener Kongress fällt das Moselgebiet an das Königreich Preußen.
1879
Eröffnung der Moseleisenbahn Koblenz–Trier; Karden wird Bahnstation.
1925
Die erste Brücke über die Mosel verbindet Treis und Karden auch über den Fluss hinweg.
1948
Treis und Karden werden Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz.
1969
Treis und Karden fusionieren zur Ortsgemeinde Treis-Karden, zugleich Sitz einer eigenen Verbandsgemeinde.
2014
Die Verbandsgemeinde Treis-Karden wird aufgelöst und in die Verbandsgemeinde Cochem eingegliedert.