Ortsteil Treis

Pfarrkirche St. Johannes der Täufer

Frühes Meisterwerk der Neugotik im Rheinland – 1831 geweiht, mit einem der höchsten Dorfkirchtürme der Region.

Foto folgt

Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer prägt das Ortsbild von Treis. Als die alte Kirche Ende des 18. Jahrhunderts zu klein geworden war, entwarf der Koblenzer Architekt Johann Claudius von Lassaulx einen Neubau im spitzbogigen, gotisierenden Stil – nach einem ersten, verworfenen Entwurf des Architekten Froideau von 1813. 1824 wurde der Lassaulx-Plan genehmigt, 1831 die Kirche feierlich geweiht, 1836 die Orgel eingebaut.

Der Bau aus heimischer Grauwacke ist über 47 m lang und rund 23 m breit; die Traufhöhe liegt bei mehr als 15 m. Der Turm erreichte in seiner ursprünglichen Form 73,5 m – nach einem Brand wurde die Turmspitze 1921 niedriger wieder aufgebaut. Ein 13 m hohes Portal aus hellgrauer Basaltlava bildet den Haupteingang; sechs rund 7 m hohe Spitzbogenfenster gliedern jede Seite.

An der Westfassade stehen vier Figuren von Karl Hoffmann (1816–1872): Josef, Maria, Katharina und Johannes der Täufer. Die Seitenaltäre tragen Gemälde von Matthias Schraudolph (1817–1863).

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